Lennebergwald – Mainz

…oder auch Gonsenheimer Wald genannt.

Hier soll der Mainzer „Stadtwald“ kurz vorgestellt werden. Ein kleines aber feines Naherholungsgebiet im Mainzer Westen. Dort findet sich auch das Naturschutzgebiet „Mainzer Sand“ ansässig. Am Wochenende, besonders bei schönem Wetter wird es hier schnell recht voll. Auf Rad, Pferd, Kinderbuggy oder zu Fuß wird gebikt, gereitet, gewalkt etc. – Parken kann man am an zahlreichen Plätzen wie am Budenheimer Golfplatz/Friedhof vorbei oder auch am Tierpark bzw.Wildpark am Ende der Kapellenstraße/Sportgelände vom SV Mainz-Gonsenheim.

lenneberg_karte_sPic: Gutenberg Marathon Club 18.01.2017 -20:57

Nach dem Besuch des Tiefs „Egon“ wollte ich mir mal einen Überblick über die Situation im Wald verschaffen: Sind die Wege frei, gibt es Sturmschäden…?! – Kurz ja, aber nun zum Bericht.

Es gibt ausgewiesene Pfade für Waldlehre, den Mainzer Höhenweg, für Pferde und natürlich auch tolle Laufstrecken. Diese teilen sich folgendermaßen auf:

Die grüne Beschilderung zeigt die 5 km – „AOK“-Runde, die rote die  “ GO“-Runde mit 10 km und die gelbe „lokalzeitung“-Runde zeigt die längste Strecke über 15 km an. Während sich die 5km Runde vom Parkplatz am Gonsenheimer Tierpark/Sportgelände sich nur im östlichen Teil befindet, gelangt man bei rot/gelb weiter in Richtung Budenheim. Bei gelb geht es sogar recht weit in diese Richtung und man quert dabei eine befahrene Hauptstraße. Vorsicht!

Die Beschilderung ist größtenteils lückenlos. Es kann sein, dass auch mal ein Schild „entwurzelt“ neben einem Baum steht. Bei Gelb hat man auf halber Strecke leider weniger Beschilderung als gewohnt, man findet aber „heraus“und gelangt auf dem Rückweg wieder über die Straße. Mit ein bisschen Orientierungssinn kein Thema.

Die Wegbeschaffenheit wechselt von „Trail“-Charakter über Wurzelpfade bis hin zu Wald- und Forststraßen. Von hart bis weich ist hier alles dabei. Man kann es das ganze Jahr erleben, von matschig bis staubig. Bei KM 5 (rot/gelb) geht es mal bergab bzw. dann wieder mit etwas Steigung bergauf. Insgesamt aber kommen nicht so viele Höhenmeter zusammen.

Spannend ist es, wenn man mal die Außengrenzen des Geländes abläuft, hier kommen schöne Trampelpfade zum Vorschein, aber seht es euch selbst an 😉 !

Desweiteren findet man auch eine Art Trimm-Dich-Anlage unterhalb des Lokals“Turm“(„Turm Mainz“ oder „Am Turm“)und eine am Parkplatz Gonsenheimer Tierpark, dort sind auch zahlreiche Baumstämme für Dehnübungen angebracht. Es findet sich ein „schwarzes Brett“ mit Infos und Kleinanzeigen.

Grillhütten gibt es auch, deren Nutzung ist natürlich nur nach Voranmeldung gestattet. Sonst herrscht im ganzen Wald Feuer- bzw. Rauchverbot.

Radfahrer sind angehalten, nur Wege breiter als 2 m zu nutzen. Hunde sollen, auch wegen den (angeblich) vielen Wildschweinen angeleint werden. Pferde sollen nur auf ausgewiesenen Wegen unterwegs sein. Generell sind die Regeln der Forstverwaltung zu achten. Vor allem soll kein Müll zurückbleiben und Rücksicht auf die Natur genommen werden. Dazu gehört dann auch das Nichtbetreten bei Dunkelheit. – Wie immer treffen hier Theorie und Praxis aufeinander, wenn rücksichtsvoll miteinander umgegangen wird, klappt meist auch das Zusammensein im Wald.

Verkneifen kann ich mir aber nicht, dass Bikes scheinbar keine Klingeln mehr haben, Jogger alle Musik hören (auch ich) und Hunde immer „nur spielen wollen“.

Am Eingang gibt es ebenfalls  ein Restaurant mit ausgewiesenen öffentlichen Toiletten für Waldbesucher, die Sportklause am Wildpark.

Es gibt hier Laufveranstaltungen, wie den Mainzer Nikolauslauf im Dezember vom Ausdauer- und Leistungsverein (Triathlon). Das „Originalbootcamp“ trainiert in der Nähe. Auch das Mainzer Sportgeschäft „Wildwechsel“ veranstaltet öfter Testveranstaltungen für Laufschuhe oder Mountainbikes. Sonntags trifft sich manchmal die Facebook-Gruppe „Draussensport Mainz“ . Man sieht Walking-Gruppen, joggende Mütter mit Kinderwagen, sicher gibt es noch weitere Lauftreffs….nur Wildschweine habe ich noch keine gesehen, muss auch nicht unbedingt sein.

Insgesamt ist es eine nette Abwechslung zum „Schaulaufen“ am Mainzer Rheinufer mit sehr viel Asphaltanteil. Am Wochenende wird es aber auch hier recht voll, im Nordteil Richtung Budenheim verläuft es sich aber schnell. Kleiner Wermutstropfen ist auch, dass man stets die Autobahn hört; wer also Natur „pur“ möchte, muss schon in den Taunus oder Hunsrück. Für einen schönen Sonntagslauf oder Spaziergang lohnt es allemal. Für die Kinder gibt es als Attraktion den angrenzenden Wildpark.

(Erst-)Besuchern sei die Homepage des Lennebergwaldes ans Herz gelegt, dann kann (fast) nichts mehr schiefgehen!

 

 


2 Gedanken zu “Lennebergwald – Mainz

  1. Hunde sollen, auch wegen den (angeblich) vielen Wildschweinen angeleint werden.

    Schon mal dort eine Nacht auf der Kanzel verbracht oder sich die Aufnahmen von den Wildkameras angeschaut? Die Jahresjagdstrecken der letzten Jahre verfolgt? Vermutlich eher nicht, also keine Ahnung? Dann aber nicht mit der Tierarztrechnung für den Hund zum Jäger laufen und glauben der würde das bezahlen. Gerade jetzt in der Frischzeit, also schön den Hund laufen lassen, sind ja nur „angeblich“ führende Bachen unterwegs….

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    1. Hi Pat, danke für deinen Kommentar. – Nein keine Ahnung. Und tagsüber trotz vieler Besuche tatsächlich kein Wild gesehen. Vielleicht sollte man doch mal eine Nacht auf einer Kanzel verbringen oder eine Wildkamera anschaffen… was nicht ist kann ja noch werden. VG

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