RAG Hartfüssler Trail 2018 – 7.Auflage

Immer wieder am letzten Augustwochenende…

Nach dem erneuten Ausfall des RHEX Anfang September musste was Neues her. Den Facebook Kalender gewälzt, fiel uns eine Veranstaltung in ähnlicher Entfernung von Rhein-Main vor die (Hart-)Füsse.

Die mittlerweile siebte Auflage des Hartfüssler-Trail rund um Saarbrückener Bergbau – Gegenwart und -Vergangenheit. Nach kurzer Einlese waren wir überzeugt. Die Homepage bot alle nötigen Informationen und mehr, das Startgeld schien mehr als angemessen, also 30 und 58 km -Strecke gebucht. Wir sollten nicht enttäuscht werden. 

Los geht es Sonntag früh, die Autobahnen sind frei. Vorbei an „Lautern“ und Völklingen erreichen wir „Saarbrigge“ – Von der Heydt. Uns wird ein Parkplatz zugewiesen. Autos von nah und fern, aus dem In- und Ausland. Fast 800 Startern wurde hier für den heutigen Tag ein Forum geboten. Strecken für Laufen und Walken; von 7,5 bis 58 km ist alles dabei. Kurz Starterbeutel in Empfang genommen. Überraschung beim Ultra-Paket: Weiße HFT-Armlinge für den Sommer und 2 Original „Kohlen“ nebst HFT-Buff, geniale Idee! 

Vorbereitet finden sich hier im Start-Ziel-Bereich bereits Kleiderbeuteldepot, Massageraum, T-Shirt Ausgabe, Testschuh-Area, Imbisswagen, Getränkestand, Kaffee-Kuchen-Bar und zahlreiche Läufer.

Das Briefing wartet um 8:45 Uhr, der Ministerpräsident hält eine kurze Rede. Von Fair-Play und einer Institution ist die Rede.

Die Pflichtausrüstung wurde nicht kontrolliert, da alle Starter – für welche das gilt -volljährig sind, wird wohl darauf verzichtet. Dann zur Startaufstellung, pünktlich sollte es losgehen. Dann um 9 Uhr startet der Ultralauf zum Glockenschlag der Bergbau-Uhr. Ding Dong Run.

Start beim 7. RAG HFT 50 km Ultralauf (c) Nico Breyer Wochenspiegelonline

Das Wetter meinte es gut mit uns, auf der Autobahn fühlte der Sensor kühle 4°C an diesem Morgen, in den Alpen gab es den ersten Schnee und ca. 14°C erwarteten uns beim Start:Ideale Lauftemperaturen.

 

Das Feld zieht sich bereits nach kurzer Zeit in die Länge.

 

Ein spanischer Pro und späterer Sieger, sowie der Local und Vorjahressieger Martin Schedler setzen sich früh ab und haben bereits früh einen 10-15 minütigen Vorsprung eingelaufen.

 

Kurz nach dem Start, an der ersten Steigung und auf der ersten Halde ebenso erklingt das Steigerlied aus der Trompete, welches im Bergbau vom Ruhrgebiet, über den Harz und hier jeder kennt, der mit Bergbau-Geschichte Berührung hat.

Startbild II HFT Ultra (c) Wochenspielgelonline Nico Breyer

Wir laufen durch schattige Wälder, auf Singletrails, Wanderwegen. Vorbei an Seen, dann durch Ortschaften und auf die Halden hinauf. Imposante Aufschüttungen, hier pfeift der Wind in über 400m Höhe, gleichzeitig reflektiert das Gestein die Sonne und es wird wärmer. 

Nach ca. 8 km erreichen wir die erste VP, hier ist noch kein Betrieb. Kurz vorher und an überhaupt jeder Straßenüberquerung sitzt ein Ordner und passt auf uns und den Verkehr auf. TOP!

Dann geht es in etwas dichtere Wälder hinein. Schöne Trails und gut laufbare Forstwege wechseln sich ab. Dadurch gewinnt das Ganze (wieder) an Fahrt.

 

Der Mix eben macht den Lauf trotz der Höhenmeter zu einer flotten Geschichte. Ein paar Körner für die späteren Anstiege sollte man aber noch zurückhalten. Dann kurz vor VP 2 bei km 19 und danach gilt es zahlreiche umgefallene Baumstämme zu überqueren. Es trennen sich erstmals die Strecken der „30er“ und „58er“ Läufer.

Durch das Unterholz (c) HFT Chronik FB

Für die Langstrecke geht es jetzt auf die VP 3 und die größte Halde im Norden (Bergehalde Göttelborn) zu. Hier wartet wieder der obligatorische Fotograf auf dem „Gipfel“ und zwei „hysterische Fans“; mögen Ihre Stimmbänder schnell genesen. 

Halde Göttelborn (c)Volker HFT

VPs: hier war wirklich für alles gesorgt: Schwerpunkt anfangs auf Wasser und ISO (schön, dass gezeigt wurde WAS für Iso, da sind ja einige doch ein wenig wählerisch…), gab es außerdem zahlreiches Obst und Gemüse, Herzhaftes, Salziges, Süßes, Flüssiges, Festes später sogar eine warme Suppe. Es dürfte also für jeden etwas dabei gewesen sein. Danke an die zahlreichen Helfer an den Verpflegungsposten! Doppel-TOP!

Zurück zum Ultra: Runter von der Halde gab es zum dritten oder vierten Mal den AHA-Effekt, bei dem man zum erneuten Mal kurz das Gefühl hatte keinen Pfeil oder Flatterband zu sehen. Man musste sich einfach auf die Aussagen der mittlerweile zahlreichen Fußgänger verlassen, dass da „eben ein Läufer vorbeikam“. Eine der wenigen Stellen „ohne Orientierung“. Dann war dieser auch schon wieder in Sichtweite und alles war gut. 

Interessant war es schon, durch die Industrieanlagen zu laufen und im vorbeifliegen ein bisschen Geschichte „einzusaugen“. Das Grün hat die Gegend mittlerweile weitgehend zurückerobert und trailmäßig sollte hier dann niemand enttäuscht werden. Stellenweise wurde es echt urig, ging es doch an einigen Ruinen vorbei. 

VP 4 kam sehr gelegen. Kurzer Plausch zur Mittagszeit, dann weiter auf der Strecke. Einige Fans trafen wir immer wieder. Sie klatschten regelmäßig Beifall und waren sehr eifrige Anfeurer an der Strecke.

VP 2 HFT (c) HFT Chronic FB

Letzte Halde: Kurzes Beweisfoto am „Gipfelkreuz“, dann Abstieg.

Letzte Halde vor dem Ziel (c)HFT Chronik FB

Es wurden die letzten der 30er eingeholt, welche sich noch auf der Strecke befanden. Sie waren eine Stunde später, also gegen 10 Uhr gestartet. Bald sollte die Bachquerung kommen, vor der bereits „gewarnt“ wurde. Naja was solls: eine kurze Erfrischung der „Hartfüsse“ kam sicher sehr gelegen. Nur das Wasser schwappte noch ein paar Hundert Meter in den Schuhen. Swim & Run schnuppern… 

Die Kollegen der letzten VP waren nicht sehr gesprächig, mussten sie ja auch nicht. Also wurden schnell die Flaschen für die letzten 7 bis 8 Kilometer aufgefüllt und weiter. Es sollte noch die ein oder andere Steigung aufwarten. Dann, ab Kilometer 5 folgte der Kilometer-Countdown in Form von Schildern, das gab noch einmal Schub.

Im Schatten ließ sich das mittlerweile wärmere Wetter mit ca. 25°C aushalten. Bald den Weg zurück zur Förderschule vor Augen: Noch ein paar Stufen und den Bogen zum Ziel, dann war es geschafft. Endlich ein Hartfüssler! 

Reich beschenkt nach dem Finish
Lucky Finish

Die Medaille, Getränk, Urkunde und Pasta in Empfang genommen. Was für ein Lauf. Der Start-/Ziel Bereich hatte sich mittlerweile schon geleert, waren die meisten doch schon „durch“.

Pasta gab es vegetarisch oder auch mit Fleisch. Das Kuchenbuffet war noch reichlich gefüllt. Die Duschen waren auch so frequentiert, dass wir keinen „Stau“ hatten.

Kurz ein Eispack beim Roten Kreuz geholt, eine Verstauchung ließ sich heute leider nicht vermeiden, hatte sich aber bis zum Ziel in Zaum halten lassen.

Dann nahmen wir noch das Angebot einer (Bein-)Massage dankend an, danke an das Physio-Team! 

 

Wir haben kurz gesagt eine TOP-Veranstaltung vorgefunden! Preis-Leistung waren mehr als stimmig. Die Orga war wirklich vorbildlich, hier stehen die Läufer im Mittelpunkt. Danke dafür!

Auffallend war, dass doch sehr viele Flatterbänder abgerissen am Boden lagen, da fragt man sich immer wie so etwas zu Stande kommt, werden diese doch wieder entfernt. Abgerissen flattern die doch nur in der Gegend rum und sind schwer wieder zu finden…liebe Wanderer, Mountainbiker, Förster,… ; wir sind doch alles Kinder der Natur. 


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