Der Taunus-Schinderhannes Steig – Unterwegs im Hochtaunus

Länge: 38 km – 1000hm Aufstieg und 1000hm Abstieg – Laufzeit: 4,5-5 h 

Um den Räuber Schinderhannes wiegen sich viele Legenden und Vermutungen. Lag der Lebensmittelpunkt im Hunsrück um Simmern, finden sich auch im Taunus Spuren des Johannes Bückler.

So gibt es mehre Wanderwege mit dem populären Namensgeber:

Startschild im Norden (Weilrod)
Start des Wandersteigs

Vergangene Woche (März ´19) beliefen wir den Weg, welcher als auch als 2-Tages Wanderung ausgewiesen wird. Dabei folgten wir den Schildern von Nord nach Süd, von der Landsteiler Mühle bei Weilrod bis nach Kelkheim und passierten unter anderem den Limes und die Burg Eppstein. Zwei Aussichtstürme liegen auf der Strecke; anfangs der Pferdskopf auf etwa 650 m Höhe, gegen Ende dann der Atzelbergturm auf ca. 500m (dieser ist nach Brandschaden im oberen Bereich leider (erneut) gesperrt). Die höchste Stelle erreicht der Weg mit etwa 691 Höhenmetern in der Nähe des Gasthauses „Rotes Kreuz“ / des Kleinen Feldbergs (825 m, Ts.). Hier kann man austreten / eintreten/ sich aufwärmen/ kurz erfrischen. Überwunden wurden etwa 1000 hm.

Das Weglogo des Steigs
Haus am (Felsen-)Meer

Vom Parkplatz an der Landsteiner Mühle geht es in den Wald. Richtung Treisberg steigt man bergauf. Bald erreicht man den Aussichtsturm auf dem Pferdskopf. Die Aussicht entschädigt die zusätzlichen Stufen im Aufstieg, hier weht schonmal ein recht frischer Wind. Also wieder hinab.

Aussicht Pferdskopf
Ruine am Start

Der Weg ändert sich ein wenig von schmalen Pfaden hin zur sogenannten Waldautobahn, also Forststraße. Diese Art des Weges sollte auch den größten Anteil der Strecke säumen. Es geht an Schmitten vorbei und über einige Hügelkämme. Bei Glashütten biegt man weiter in den Wald hinein und überschreitet den Limes. Der Name ist Programm, hier stehen zahlreiche Andenken an die Zeit der Glasverhüttung, es stehen Ruinen der Öfen zur Besichtigung am Wegesrand.

Eppstein, Eppstein,… (nein, Nähe Eppstein)

Es folgen malerische Waldabschnitte Richtung Schlossborn. Bei Eppenhain kann man den Atzelberg erklimmen und gleichzeitig den ebenso benannten Turm besteigen (Aktuell: Wegen Brandschaden gesperrt; erst 2012 war der Turm einem Brand zum Opfer gefallen und neu erreichtet, eine Gedenktafel erinnert daran). Hat man Glück versteckt sich der Große Feldberg mit seinen 880m mal nicht in einer Wolkendecke und man sieht den Berg nebst seinem Turm im Rückblick. Bald erblickt man die mächtige Burgruine von Eppstein, der Ort wird (leider; viel Asphalt) durchquert und man steigt auf der anderen Seite steil zum Denkmal „Kaisertempel“ hinauf, das an die Gründer des Deutschen Reichs 1871 erinnern soll. Im Inneren finden sich Büsten Bismarcks, Kaiser Wilhelm dem I. und weiteren Reichsgründern.

Hier kann man zurück zum Atzelberg blicken. Steigt man weiter Richtung Ziel herauf folgt ein sehr schöner Abstieg (laufbar). Es geht auf Feldern Richtung Süden weiter wobei sich einem atemberaubende Blicke auf Frankfurt sowie die umliegenden Hänge bieten. Man erreicht die Gundelhard, ein idyllisch gelegener Gasthof, in den man einkehren kann, falls man nun, nach etwa 38 Kilometern Hunger hat. Alternativ wählt man eben den Gimbacher Hof als Einkehrstation.

Blick auf Mainhattan

Was Verpflegung angeht, empfiehlt es sich genug Wasser/Iso und falls gewünscht Nahrung einzupacken.

Einkehrmöglichkeiten gibt es wie schon beschrieben am „Roten Kreuz“, in Glashütten liegt ein Supermarkt am Weg, Eppstein bietet Einkaufsmöglichkeiten, spätestens in Kelkheim wird man (wieder) fündig.

Es empfiehlt sich die Anfahrt mit Autos, da zwar Busse verkehren; aber von Start zum Ziel liegen immerhin 27 km Luftlinie dazwischen. Ausreichend Parkmöglichkeiten bieten sich an Start und Ziel. Sollte man den Bus über Königstein wählen kann man es optimal in 1,5 h schaffen (Kelkheim – Königstein-Weilrod). Ein-/Ausstieg auch an den S-Bahnhöfen Eppstein/Niedernhausen (etwas weiter weg) möglich.

Die Wegebeschaffenheit würde ich mit ca. 55% Forstweg, 15 % Asphalt und ca. 25-30 % Trailanteil beziffern.

Von Nord nach Süd sind die Anstiege kurz die Abstiege länger und weniger steil.

 

 

 

 


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